Witzig und Kraus kotzen sich aus – Undercover im September

Ja, wir wissen, es klingt unglaublich, aber auch wir DJ’s machen mal Urlaub. Dieses Mal haben wir uns entschlossen, euch einen kleinen Einblick in unseren luxuriösen Trip nach Sardinien zu gewähren. Natürlich fährt so ein DJ mit dem Auto nach Sardinien weil wir dort gerne unsere Luxuspassats vorzeigen. Kaum 16 Stunden später und rund 300 Euro ärmer (Fähre, Pickerl, Maut, Benzin) angekommen im regnerischen Urlaubsziel.

Ja, regnerisch, obwohl es um diese Jahreszeit keinen einzigen Regentag geben dürfte. Das hat Sardinien allerdings nicht davon abgehalten, uns ganze vier von diesen zu bescheren. Der Regen war dennoch nicht im Ansatz so unangenehm wie die Tatsache, dass die Buchung unseres Hotels trotz Anzahlung etc. nicht geklappt hat und wir uns in der Superhochsaison in einem Land in dem wirklich niemand Englisch spricht, um Ersatz kümmern mussten.

 

Aber kein Problem – 8 Stunden später und für das 5-fache unseres geplanten Budgets bekamen wir für 3 Tage eine Bleibe. In der Zwischenzeit müsste es ja klappen, für den Rest des Urlaubs ein Hotel zu DJ-freundlicheren Preisen zu finden. War auch kein Problem, da das Hotel über Wifi verfügte und wir dieses auch nach 30-40 Einloggversuchen nutzen konnten. Hat wie gesagt ein bisschen gedauert weil das Passwort 28 Zeichen umfasste. Eine Mixtur aus Zahlen, Buchstaben, Groß-und Kleinschreibung, sinnlos aneinandergereiht. Ihr nennt das dann kryptisch; wir nennen es scheisse userunfreundlich. Eigentlich ein Anlass unseren Lieben zu Hause einen kleinen Zwischenbericht per Postkarte zukommen zu lassen.

Naiv wie wir Deutschen manchmal sind, haben wir natürlich versucht, die Briefmarken in einer italienischen Postfiliale zu kaufen, dabei hätte uns doch schon von vornherein klar sein müssen, dass es diese nur in einem Tabakladen gibt (kein Scherz).

 

Klingt jetzt als wäre Sardinien keine Reise wert, ist es aber, denn das Essen ist hervorragend, wie fast überall in Italien. Wenn man davon absieht, dass man schon mal 4 Euro fürs Besteck und schon mal 10% „servizio“ bezahlt, bevor man den ersten Biss in seine Pizza con Würstel (Pizza Germany) gemacht hat. Am besten man bestellt ein Bier(ra) dazu weil „wine“ versteht dort keiner, weil englisch und so. Da bekommt man noch leichter eine Musikflatrate (flatto rato musica)

 

So schlau wie der Mechaniker in der Werksatt, der mir per Google Translator übersetzt hat „ihr Wäsche ist defekt“ sind die meisten Insulaner dort leider nicht. Vor allem nicht im Supermarkt, in dem von 20 Mitarbeiter derjenige ausgerufen wurde, der die Frage nach „cold cola“ mit „no“ beantworten konnte. Rein optisch kann das Eiland schon einiges, aber die Ureinwohner mit ihren Eigenheiten, vor allem dem todessehnsüchtige Fahrstil und die wüste Beschimpferei, wenn man nur 80 statt 150 bei erlaubten 50 fährt, sind eher gewöhnungsbedürftig.

 

Als Fazit steht:

Sardinien – angenehm wenig Deutsche, unangenehm viele Italiener.

Nächstes mal wieder Griechenland, ist zwar auch eine Bananenrepublik, aber der 80jährige Mopedverleieher spricht wenigstens 5 Sätze englisch. Zudem kann man sich da ja derzeit für eine halbe Abendsgage eine ganze Insel kaufen, inklusive Touristenbootsanleger, Verbrechertaverne im Hafen und zigtausender hummerfarbener Sommergäste aus dem Vereinigten Königreich, welche traditionell stilsicher „neonrosa bauchfrei“ mit „mindestens 20 Kilo zuviel“ kombinieren. So betrachtet, könnte man manche Diskothek im Umland Münchens auch guten Gewissens „Mykonos“ oder „Kos“ nennen. Nur den Döner, den können die Griechen besser.

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