Witzig und Kraus Clubtest: Cocoon (FFM)

Gestern hat es mich mal in die Nähe von Frankfurt verschlagen; eine gute Gelegenheit sich einmal das Cocoon anzuschauen.

Als LineUp stand nach einer kleinen Catwalk-Show Phil Fuldner auf dem Programm. Ich also nichts wie hin, in freudiger Erwartung auf den vielgelobten Clubtempel.

cocoon in ffm…
Ich sag noch: gebt denArchitekten keine Drogen.

Der ganze Abend fing schonmal sehr interessant an: Ich machte mich auf die suche nach dem Eingang für die Gästeliste…

Dieser Eingang sollte angeblich auf der Hinterseite sein (warum auch immer). Endlich gefunden, wurde uns auch schon mitgeteilt, das die GL ab sofort beim Haupteingang ist (warum auch immer). Also wieder zurück und dann mal gefühlte 50 Minuten warten, da die Liste noch nicht beim Gästelistenchecker angekommen war (warum auch immer).

Die Wartezeit ließ sich allerdings ganz gut überbrücken, da hin und wieder ein paar Typen schwungvoll aus dem Laden befördert wurden. Trotzdem verkehrte Welt, da alle anderen Gäste an uns vorbei in den Laden gingen, während die Gästeliste warten musste… (warum auch immer). Irgendwann allerdings war ich dann auch mal drinnen.

Erster Eindruck: Aha. 400 Leute an der Garderobenschlange, Kameras verboten, soso, das ist also das Cocoon.

Um eines vorneweg klarzustellen – das Cocoon ist echt liebevoll gemacht, jede Menge witzige Lichtgeschichten und alles sehr durchdacht.

phil

Zweiter Eindruck: Das Cocoon ist so eine Art Disneyland für Clubgänger. Oder in anderen Worten: Eine riesige Dorfdisse auf LSD. Die Bookings: Weltklasse. Die Anlage: Hammer. Platz: genug. Publikum: ach ja, das Publikum…

Das Publikum teilte sich ein mehrere Lager:

  • 20% Szenegänger und Technoliebhaber (das habe ich auch erwartet, aber eben deutlich mehr davon)
  • 35% Typen, deren Prolligkeit jedem Marktredwitzer die Freudentränen ins Gesicht treiben würden
  • 45% anderes Gesocks.. im ernst, scheinbar lassen die echt JEDEN rein. Das war wohl mal anders; jetzt isses aber so.

Eine weitere Erkenntnis: Phil Fuldner kocht nicht mal mit Wasser.. der kocht einfach garnicht. Mein Gott, die Muschihouse-Ära ist jetzt dann doch langsam mal vorbei. Aber da ist es in Frankfurt wie in allen anderen Kleinstädten: Was modernes würden die eh nicht verstehen. Spässle.

Bleibt ein Fazit: Ein lustiger Abend wars allemal; zwar habe ich in einem Club noch nie eine Überwachungskamera auf der Tanzfläche gesehen, und insgesamt ist das Cocoon auch deutlich „normaler“ als ich es gedacht hätte; dennoch hat der Sven mit dem Cocoon einen ungewöhnlichen und eindrucksvollen Laden hingestellt.

Liebe Frankfurter, seids mir ned bös: Der Main ist zwar länger und breiter, die Isar dafür aber frischer und wilder… knowwhatimean?

Bussi aus München, Jens