Witzig & Kraus kotzen sich aus…. November 2011

Na, Halloween überstanden? Oder bist Du einer von diesen „early Adopters“ (ein tolles Wort), welche das Undercover Magazin sofort verschlingen, nachdem es der nette Realschüler in deiner Stammkneipe ausgelegt hat und Dir Halloween somit noch bevorsteht? Dann haben wir was gruseliges für Dich:

Ein relativ bekanntes national agierendes Stadtmagazin, nennen wir es mal ähmm „HERZOG“, hat in seiner Oktoberausgabe (die Du als UNDERCOVER-Jünger natürlich nicht gelesen hast) eine Top 50 veröffentlicht. Und zwar nicht irgendeine Top 50, sondern die Top 50 der wichtigsten Münchner. Ja, Du hast richtig gelesen.

Nun ist es ja so, das Hitparaden Quote machen und Schwanzvergleich immer gern gesehen bzw. gelesen wird und gerade in der Wiesnzeit auch der fleissigste Redakteur gerne mal ein Thema wählt, das sich auch mit 2,8 Promille Restalkohol noch einfach abfeuern lässt (siehe unsere Kolumne im Oktober).

Also zur Liste: Entscheidende Faktoren im Ranking waren laut dem Magazin: „Leistungen und Einfluss, Bekanntheit und Beliebtheit sowie Unverwechselbarkeit und Kult-Potential“.

Warum also der Bananen-Didi nicht auf Platz 1 steht ist uns völlig Schleierhaft. Auch der berüchtigte Kiffer-Jesus aus dem englischen Garten hat unserer Meinung nach mehr Kultpotential als zum Beispiel Schmuckdesigner Patrick Muff (Platz 39) oder Robert Maier-Kares (Eisbudenbesitzer auf Platz 47).

Platz 1? Bully Herbig. Gut, mei, Bully halt. Aber vor dem Ude auf Platz 2? Gut, mei. Nun aber mal zu unserem Metier: Musik, Nachtleben und Literatur ähm Party. Team from Hell ist vor den Sportfreunden? Permanent Vacation ist vor Gomma ist vor Schlachthofbronx? Also nix gegen die Zehra vom Team from Hell, ganz sicher nicht; kaum einer tut mehr für die Münchner Kunstwelt; und das sagen wir als absolute Vollpfeifen in diesem Sektor.

Aber sollte auf einer Liste, die Bully, Ude, Fred Kogl und Frau Nuru in der Top10 führt, nicht konsequenterweise auch den Sportis einen Achtungsvorsprung vor münchner Kunstschaffenden bzw. Kunstverteilern geben, so rein aus Sicht des Bekanntheitsgrades? Nein? Scheinbar nicht, und eben dieses stört uns auch an dieser Top10.

Kann man eine solche Liste überhaupt führen? So ganz allgemein? Sollte man da nicht aufsplitten in viele kleine Top50 Listen für alle Bereiche? Also Politiker, Gastronomen, Schauspielen, Partymacher, Modemacher, Top-Fußballer, Spieler bei 60, etc.?

Alleine schon, damit sich die ganzen kleinen Wichtigtuer wie wir auch eine klitzekleine Chance erhoffen können, auch mal in der großen Schwanzvergleichstabelle eines (hoffentlich zumindest) münchner Redakteurs aufzutauchen.

So a´la: „Hach, der kennt mich; und jetzt kennen mich alle; und ich bin auf Platz 49 der 50 wichtigsten münchner Hochzeits-DJs; gleich mal onanieren.“

Da kann sich der Uli Hoenes ja fast noch freuen, dass er als Chefcholeriker des FC Bayerns immerhin mit seiner Elftplatzierung noch vor dem großen Modedesigner Patrick Mohr gelandet ist. Ich meine, der Mohr leitet scheinbar ein international anerkanntes Modelabel („…seine Kollektionen verwischen Geschlechtergrenzen“) und wird von der Modepresse bejubelt… da kann der Hoenes mit seinen popeligen Bayern ja gleich mal nach Hause gehen. Ich mein, wo samma denn?

Sicher, diese ganze Liste ist wohl mit einem Augenzwinkern geschrieben worden. Dennoch hat sich dieses Zwinkern auf uns irgendwie eher als nervöses Zucken übertragen. Vor allem, weil wir nicht drin sind. Geht´s noch?

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