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Diskodepression

Dis|ko|de|pres|si|on, die; -, -en (frz. dépression disco= Niederdrückung, Senkung): bezeichnet umgangssprachlich einen Zustand psychischer Niedergeschlagenheit nach durchgefeierten Nächten.

Im gegenwärtig verwendeten Klassifikationssystem psychischer und anderer Erkrankungen lautet die Krankheitsbezeichnung depressive Diskoepisode oder rezidivierende (wiederkehrende) depressive Katerlaune. Typische Symptome einer ausgewachsenen Diskodepression im Endstadium sind folgende oder ähnliche Gedanken:

  • So kann es nicht weitergehen
  • Wenn ich so weitermache werde ich keine 35
  • Hoffentlich hat mich keiner gesehen
  • Alles ist scheisse
  • Ich verliere bestimmt meinen Job
  • Wo ist nur all die Kohle hin?
  • Ich werde nie wieder ein Problem in den Griff bekommen
  • Das hätte es echt nicht gebraucht
  • Wo ist eigentlich meine Hose?
  • Mann geht´s mir dreckig
  • Ich will nicht mehr

Die Diskodepression zeichnet sich durch eine besonders diffuse Wirkungsweise aus: Man glaubt seinen eigenen Gedanken tatsächlich – der Betroffene ist davon überzeugt, das alles den Bach runtergeht und man den vorherigen Teil seines Lebens nur in einer bunten Seifenblase gesessen ist.

So wie ich heute.

Das war übrigens der 400ste Artikel auf witzigunkraus.de. Aber das ist ja auch egal.