Das Wort zum Wochenende feat. DJ Agony

Aus einem ganz normalen Monat eines Plattendrehers / Part 01…

Hmmm… schon der Zehnte des Monats… könnte mal die Resident-Clubs anmailen, wie es mit Bookings im folgenden Monat aussieht… muss ja die Wochenenden bisserl planen! Und an die Samstags-Termine könnte man hier und da noch ne Sonntag-Afterhour dranhängen… Freitag auf Samstag lieber nicht auch noch… zweimal am Wochenende durchmachen mit Komplettabsturz muss auch nicht unbedingt sein! Extra aufstehen deswegen? Bei dem geilen Wetter momentan? Nie im Leben! Ist ja schon immer bisserl frustrierend, wenn ich mal Afterhour spiele und dann rufen am Wochenende wieder die Jungs an: „Altaaa, wie schaugt’s aus? Grillinger bei mir zu Hause im Garten? Alle kommen!“ – „Wer sind alle? Du und Deine Freundin, oda was?“ – „Lass die Witze… im Ernst… was los mit Dir?“ – „Kann leider nicht… muss in der Früh spielen und von dem ganzen Jägermeister hab’ ich dann so ne labbrige Birne….. da muss ich mich echt erstmal lockern“ – „Scheissdreck musst Du!“ – „Nee, echt“ – „Kann man nix machen… na ja, hau’ rein!“

Auf genau solche Telefonate hab’ ich im Sommer nicht wirklich Bock! Hier und da mal ne Frühschicht ist voll Ordnung und macht auch richtig Gaudi… schön angedüdelt mit schwankendem Gang und ein paar Spezln, die wie außer Kontrolle geratene Satelliten um einen rumkreisen, in die dunkle Afterhour-Hölle starten…………. aber jedes Wochenende? Ganz ehrlich? Näää! Aber andererseits… macht schon auch Bock um die Zeit! Fast nur komplett verballerte Menschenreste, die zu jedem noch so minimalistischen Lied abgehen, als wären es die ersten Töne, die sie in ihrem Leben hören… Find’ ich ja auch schon als Gast nicht ohne… aber wenn man am Pult steht, schon ein geiles Gefühl *grins*… aber dann hin und wieder die anstrengenden Gäste, die mit ihrem Pegel denken „was der kann, kann ich auch!“: „Altaaa… lass’ mich auch mal so’n Übergang machen“ – „Sag’ mal… wer bist Du eigentlich… drei Tage wach, oda was? Lass’ das mal lieber mich machen und geh’ wieder runter feiern“!

Man will ja nicht unhöflich sein… und man kennt sich ja selber, wenn man dicht ist *megagrins*! Apropos „man kennt sich ja selber, wenn man dicht ist“… auch die Kollegen wollen natürlich zum Feierabend noch mal an die Teller…. aber nur selten mit den eigenen Scheiben: „Oidaaaa, bin ich zuaaa…. lass’ mich auch mal eine machen“ – „Ja ja, schon gut…. wennst bitte den Wodka-Bull über meinem offenen Plattenkoffer wegnimmst *schwitz*, kannst gerne Gas geben“ – „Jetzt mach’ Dich mal locker, ich rock’ die scheiss Bude jetzt mal richtig!“ – „Ja ja, is’ scho’ Recht, mach’ Du mal… ich geh’ schnell pissen!“

Komisch, keine Musik mehr…. und der Übergang war auch nicht so der Knaller!

„Altaaa… was machst Du denn?“ – „Keine Ahnung… scheisse hier…. bin ich zuaaaa!“ – „Ja, das seh’ ich… sag’ mal, geht’s eigentlich noch… lass’ mich mal wieder ran!“.

Scheisse, was macht denn jetzt der Veranstalter hier? „Ich hab’ wieder alles im Griff!“ – „Wieso lässt Du denn auch die b’soff’ne Sau ran?“ – „Mann, der wollte halt auch mal….. kann ja normal auch… mit weniger Alkohol im Schädel!“ Mach’ ich mal lieber wieder weiter…!

Ah, die Mail mit den Terminen kommt rein! Fuck… letzten Monat war’s ein Termin mehr… na ja, im Sommer schon O.K… evtl. gibt’s nächsten Monat wieder hier und da nen Gig zusätzlich… kann man nix machen… erstmal die anderen Veranstalter anmailen und gucken… da geht bestimmt auch einiges!

7 thoughts on “Das Wort zum Wochenende feat. DJ Agony”

  1. Also auch DJs können nicht immer das schöne Wetter genießen? Ich freue mich jedenfalls heut’ (TGIF), nachdem ich die ganze Woche im Büro eingesperrt war, auf meinen Lieblingsbiergarten!

  2. Danke fürs Wort zum Wochenende und wenn ich das nächste mal in ne Afterhour komme und du auflegst mach ich auch mal einen.

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