Das Münchner Clubsterben?

München lebt. München wächst und gedeiht und ich habe irgendwie den Eindruck, das mein geliebtes und in allen anderen Teilen Deutschlands so verachtetes München gerade auch in den vermeindlich “coolen großen Brüdern” Berlin und Hamburg irgendwie einen Imagegewinn zu verzeichnen hat.

Alternative: Ich bilde mir das alles nur ein. Aber das sei jetzt mal in Frage gestellt.

Fakt ist: Im Münchner Nachtleben tut sich einiges. Im Zentrum des Wandels die Münchner Innenstadt (der Begriff “Kunstpark Mitte” ist mir zu oft schon bemüht worden und irgendwie trotzdem nicht griffig): Hier wird gefeiert wie seit den 60ern nicht mehr, und zu den fast schon “alten Clubs” im Zentrum (Pacha, Rote Sonne, 089Bar, MaxMoritz, NYC, Milchbar, Privee, Sugar) gesellen sich in letzter Zeit immer mehr neue oder umgezogene Clubs hinzu. Das 8Seasons feiert temporär in der alten Isarpost, Neuzugänge wie BashClub, ElliDisco, Vice und Lola&Ludwig bereichern die Münchner Innenstadt ebenso wie der mit Spannung erwartete Umzug des Harry Klein (ja, unser geliebter Streber-Vorzeige-in den Top10 weiltweit-Technoclub) in die Schwanthaler Straße, wenngleich sich hier die Bauarbeiten wohl etwas hinziehen.

Die Brücke zwischen Glockenbachviertel mit Pimpernel, Flashbox und Erste Lige ist quasi geschlagen: Wer will, kann an einem Abend quasi problemlos einmal den Altstadtring ablaufen und alle 200 Meter in eine Disse fallen… im übertragenen Sinne.

Das wäre doch mal ne Clubtour: P1 – Crux – Vice – Sugar – Privee – RotePacha089Sonne, Milchbar, 8Seasons. Liga, Flashbox, Pimpernel. Und zwischen jedem Club noch mindestens in eine Bar. Wer ist dabei?

Und jetzt habe ich ja nur einen Bruchteil aufgezählt… aber ich finde wenn man das so liest sollte man auch als Nicht-Münchner der Eindruck bekommen, das im Millionendorf an Italiens Nordgrenze mittlerweile einiges geht. Und mehr.

Wir freuen uns jedenfalls auf viele weitere Jahre Münchner Wahnsinn und hoffen, das in dem ganzen Wandel zumindest ein bisserl was vom Münchner BussiBussi-Schickeria-Gehabe übrig bleibt. Ist doch irgendwie nett. Und außerdem freut man sich doch insgeheim ein wenig, wenn  Dunkeldeutschland der Rest der Republik  denkt, hier trinken alle den ganzen Tag Champagner und laufen in Tracht rum.

4 thoughts on “Das Münchner Clubsterben?”

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*

For spam filtering purposes, please copy the number 8811 to the field below: