Der gute Ronny von Kraftfuttermischwerk hat einen unglaublich guten und lesenswerten Text zum Thema Vinylnazis vs. MP3 geschrieben.
Zitat:
ich habe während der 90er über 1000 Vinyls gekauft, mit denen ich mal mehr, mal weniger regelmäßig auflegte. Ich habe es geliebt, weil es damals eben die Möglichkeit war, aufzulegen. Als dann endlich die CD-Player wirklich mixbar wurden, bin ich dankend auf CDs umgestiegen. Weil es zu dem Zeitpunkt eben die Möglichkeit war aufzulegen. Heute lege ich strikt digital auf. Wenn es sein muss auch mit Timecode-Vinyls oder Timecode-CDs, am liebsten aber spiele ich heute mit einem Controller. Weil es eben für mich heute die Möglichkeit ist aufzulegen.
Ein schwerer Schock für uns, als wir gestern noch auf den finalen Absacker ins Lamms gesteuert sind.
Beim Abkassieren erzählte uns der Kellner, das Ende September Schluss sei mit dem traditionsreichen 24-Stunden-Wirtshaus. Angeblich summierten sich die Auflagen für das Restaurant von Wirt Joschi Lamm in die Hunderttausende, so das sich der über 70jährige Österreicher für eine Schliessung entschieden hat.
Eine traurige Nachricht, schließlich ist das Lamms eine Institution in der Münchner Gastronomie und oftmals die letzte Anlaufstelle für hungrige Partygängenr, ausgemergelte Cracknutten nach der Schicht, Zuhälter bei der Arbeit und jede Menge Münchner Orginale bzw. Bierdimpfl.
Es wäre wirklich sehr schade wenn sich das bewahrheitet…. ich bin dafür das wir zamlegen und den Laden kaufen!
Ein paar Wochen sinds nur noch, dann wird München wieder zur Doppelhaupststadt Italiens und Australiens. Neben dem ganzen Wahnsinn um Absperrrrrrringe und Rauchverbot im Festzelt werfen wir in den kommenden Wochen einen Blick auf das Münchner Nachtleben während der schönsten Jahreszeit der Welt.
Und weil wir so tolle Geschäftsleute sind, beliefern wir mit diesem feinst erlesenem Content zusätzlich zu unserem Blog noch die Facebookseite der Wiesn sowie Oktoberfest-live und die TZ München. So ist das eben als Starautor und Lokalpromi, da geht eben alles etwas leichter
Es ist doch jedes Jahr das gleiche… im Sommer posten wir hier so gut wie nie. Eben weil Sommer ist. Und weil man aus dem Freibad eben nicht postet. Und weil der Sonnenbrand sogar in den Fingerkuppen weh tut. Und weil wir ständig im Biergarten rumhängen. Und weil der Jo jetzt dann eh erstmal im Urlaub ist. Und weil der Jens wegen seiner HyperHyper Party eh nur noch an 90er denkt und da gabs noch kein Internet. Und weil wir den Rest der Zeit im Café Haidhausen rumhängen. Und weil die soziale Akzeptanz vom iPad noch nicht ausreicht, um mal eben lässig am Baggersee nen Artikel zu schreiben.
Somit entlasse ich Euch für heute mit folgenden 10 Weisheiten in das Wochenende:
1. Die 90s sind die besseren 80s.
2. Porsche ist der Ed Hardy unter den Sportwagen.
3. Ein Tintenfisch kann garnicht weissagen.
4. Sonnencreme schützt auch die Haut von blassen DJs.
5. Keine Sonnencreme ist keine gute Idee für blasse DJs.
6. In den nächsten 3 Wochen ist DJ Air auch Freitags in der Milli -> hingehen!
7. La Notte Veneziana ist als Veranstaltungstitel recht 80s.
8. Hyper! Hyper!
9. Kaum hat man auf seinem Blog ein Bild mit dem Titel “Schland” explodiert der Traffic während einer WM.
… an so einer Feier ist ja, wenn man dann danach wirklich alles fertig aufgeräumt hat. Am Verschmutzungsgrad erkennt man die Party vom Vorabend… und wir sind immer noch am aufräumen!
Und wenn wir mal groß sind, machen wir Festivals und leisten uns ne private Müllabfuhr.
In diesem Sinne: Die WitzigundKraus Partys gehen in Sommerpause und melden sich im September wieder. Und da könnt Ihr euch auf was gefasst machen!
Es gibt ja durchaus leute, die den Ruhm von Paul Oakenfold für ungerechtfertigt halten… merkwürdige Trackauswahl und dazu theatralisches Gehabe.. sagt man.
Dieses Video unterstreicht das, EVENTUELL ein KLEINES BISSCHEN überspitzt. Anschauen, obergeil!
Ich tanze jetzt mal aus der Reihe der ganzen Onliner und schreibe meinen Recap zur A4U Expo aus meiner Sicht: nämlich als Mitverantwortlicher für die Breakout Party am 18.05.2010 auf der Galopprennbahn Riem.
Angefangen hat der ganze Spaß ja damit, das der unermüdliche Mediadonis die Meisterleistung vollbracht hat, die A4UExpo von Amsterdam nach München zu holen. Respekt schonmal dafür. Und immer wenn der Marcus seine Finger im Spiel hat, wird für die Partys der Philip beauftragt, der wiederum mich zu Hilfe gebeten hat -> Teambuilding par Excellence.
Die Aufgabenstellung war einfach: Mach aus einer gewöhnlichen Party für einen Fachkongress ein geiles Event. (Wenn alle Aufträge so klar formuliert wären, hätte ich wahrscheinlich deutlich mehr Zeit).
Also an die Arbeit, und das geht nicht ohne eine klassische to-do-liste:
Find a great location (machbar)
Get the great location for the price of a shitty location (drohe mit Moskau Inkasso, dem Milchbar-Türsteherteam oder Jens Erlewein)
Rent tons of light and sound (i love this part)
Get a great Dj (Hallo, Jo Kraus halt. Ich selber hatte ja keine Zeit) (hihi)
Buy tons of drinks (Zitat Philip im Gespräch mit dem Lieferanten: “Hallo?! Ich zahle quasi eure Miete, also runter mit den Preisen oder ich brau das Zeug selber”)
Mix all together and let the Party begin!
Nach unzähligen Verhandlungen war das Konzeot fertig, der Kunde sofort überzeugt und schon ging es an den Aufbau. Ein kurzer Auszug aus meinem Tagebuch:
Montag
09:00 – Ankunft an der Location. Habe keinen Schlüssel, keiner ist da und die Halle ist vollgestopft mit Möbeln einer türkischen Hochzeit. Erstmal eine rauchen.
10:00 – Techniker mit LKWs angekommen. Immer noch kein Schlüssel, Halle immer noch voll. Gemeinsames rauchen.
12:00 – Gerade erfahren, das wir ab 14 Uhr reinkönnen. Türkischer Hochzeitsveranstalter hat uns vergessen. Techniker gehen Essen, hoffentlich denken sie an meine Zigaretten.
14:00 – Halle ist offen. Und voll. Von Abbau kann keine Rede sein.
14:15 – Hochzeitsveranstalter sagt, er ist ein 2 Stunden raus. Also schonmal die LKWs ausladen.
18:15 – Die Hälfte der türkischen Möbel sind raus, dafür steht schonmal unsere Empore. Zweite Schachtel aufgemacht; Aspirin vergessen, shit.
19:00 – 180 Liter Saft im Lidl gekauft. Verkäuferin hat etwas blöd geschaut als ich was von wegen “schlimmer Durst” erzählt habe.
19:15 – Notiz an mich: Ein Ford Taunus fasst jede Menge Saft; die Stoßdämpfer aber nicht.
22:00 – Philip wieder im Vice bei der ersten Party, Bühne steht so halb, Anlieferung von 320 LED-Kacheln. Getränkelieferung wäre mir lieber (Bierjieper)
23:55 – LED Wand hängt, funzt aber nicht. Nachdem ich den Schlüssel habe, muss ich warten bis alles geht
04:25 – LED Wand geht, Lunge kapituliert. Ab ins Bett.
Dienstag-Mittwoch
06:25 – Hurra, immerhin der Wecker funktioniert. Ab in die Halle, Lieferung kommt um 8.
11:30 – Erste Lieferung ist da. Schlägertrupp zum Lieferanten geschickt.
12:00 – Licht geht, Ton geht, Ware da, Möbel da. Ab, Bars bestücken (klingt schön, bedeutet aber Kisten schleppen und Kühlschränke einräumen)
16:00 – Eis holen, vorher duschen
17:00 – Irgendwie will keiner was von einer Eisbestellung wissen; nichtmal der Schlüssel für den Kühlraum finden die Penner. Mit Erlewein gedroht, Eis doch noch bekommen
19:00 – Personal ist da, Kunde auch, kann also losgehen
20:00 – Start
22:00 – Unfassbar: tanzende Onliner! Jo rockt
24:00 – Alle zufrieden, schauen eh nur alle auf die fette LED Wand und staunen
02:00 – Verdienter Schampus
04:00 – Immer noch Party, Kunde schon wieder weg, Veranstalterduo spielt Schnickschnackschnuck mit Vodka
Aus welchem Grund auch immer – der Vermieter hat uns erneut grünes Licht gegeben, und das obwohl wir uns ja an sich alle Mühe gemacht haben, vom Trafokeller keine brauchbaren Überreste zu hinterlassen. Wahrscheinlich sieht der Holleschek das Ding als Abschreibungsobjekt?
Wie auch immer, hiermit wird schonmal der Termin verkündet:
Haltet Euch den 19.06.2010 frei, weil die letzte Witzigundkraus Party vor der Sommerpause eben genau an diesem Tag stattfinden wird. Im Trafokeller, Martin-Luther-Straße 2.
Wann und wie genau, das wird in den nächsten Tagen an dieser Stelle verkündet; wir müssen da noch ein paar Dinge klären (KVR, Kripo, Abdecker, Umweltschutzbehörde)…. und kaum ist alles genehmigt, kann es auch Sommer werden…. seid gespannt, wir werden uns viel für Euch einfallen lassen!
Schöner als die Titanic kann man keinen Clubtest schreiben.:
Es ist eine Edeldisco ohne Tabus, der Traum eines jeden Musikjournalisten: das Berghain, Berlins geheimster Club, vielleicht “der beste Club der Welt” (Hörzu) – mindestens aber der exklusivste.
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