Das Wort zum Wochenende von Nick Hornby

Auszug aus dem Roman “High Fidelity” von Nick Hornby zum Thema Mixtape:

“Ein Mixtape zu machen ist eine heikle Kunst. Es gibt eine Menge Regeln. Sei vorsichtig. Es ist schwierig, mit den Worten anderer zu sagen, was du fühlst. Ein Mixtape machen ist wie Schluss machen: Schwierig und dauert länger als es den Anschein hat. Du musst mit einem Killer anfangen, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Dann musst du ein bisschen besser werden, aber nicht zu gut, danach kühlst du es ein bisschen wieder runter. Zwei aufeinander folgende Lieder dürfen nicht von demselben Interpreten sein, es sei denn, du machst alles in Paaren.”

Mixtapes sollte man Profis überlassen, nicht irgendwelchen Amateuren. Dann aber kann so etwas verantwortlich sein für eine Menge. Beziehungen, Freundschaften, kleine, subtile Glücksmomente. Es sind nicht nur die Lieder, die über ein geglücktes Mixtape entscheiden, sondern die Zusammenstellung, die Reihenfolge, etwas, das mehr ist, als die Summe der Lieder. Die iPodisierung der Welt hat daran nichts geändert außer Begrifflichkeiten: Mixtape heißt jetzt Playlist, ist ein wenig dynamischer und ungleich länger. Die Playlist ist ihrem Wesen nach eklektisch, alles kann und darf vorkommen, Hauptsache, die Zusammenstellung stimmt.

Stellen wir uns nun vor, uns würde ein Mixtape geschenkt. Von jemandem, der sein Leben lang Radiosendungen moderiert hat, der Bekanntschaften mit Leonard Bernstein und Mahalia Jackson pflegte. Der Musikgrößen aus allen Genres in seiner einzigartig onkelhaften Weise interviewt hat. Der seit frühester Kindheit eine Beziehung zur Musik unterhält. So jemand würde nicht einfach nur ein Mixtape machen. Es würde sich um ein Stück Herzblut handeln, um lange Abende vor dem Kassettendeck oder am Computer, um Zusammenstellungen, die immer wieder verworfen und neu zusammengebaut worden wären, ein vorsichtiges Sondieren der Stimmung des anderen, Playlist-Profiling. Wäre das nicht ein wertvolles Geschenk?

In diesem Sinne, schönes Wochenende

Das Wort zum Wochenende feat. Scooter

Jaaaa-haaa, wir wissen es. Stefan Raab hat auch schon Scooter Texte zitiert. Ist ja gut!

Aber: Dieser hier ist auch ganz besonders schön, passt zum unserem Thema heute und irgendwie hat sich wieder kein DJ oder Nachtlebenopfer gefunden, das heute fähig wäre zu schreiben. Und ICH schreib eh schon genug hier. Also: Voilá – “Weekend” von Scooter.

Ach ja noch was: Liebe Plattenfirmen und Anwälte, tut mir leid, ich hab diesmal nicht gefragt… aber ich tu ja quasi was für Eure Portokasse. Außerdem ist Scooter-Lyrik ja fast schon allgemeines Kulturgut. Bussi, Jens

This one is going out to everybody in the place!
Sounds of the track attacker!
Go ahead!

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Das Wort zum Wochenende von Markus Winter aka. DJ Real

Weils letztens so schön war und auch so kontrovers diskutiert wurde hier nochmal ein Wort zum Wochenende von DJ Real:

Nighttalk – smaltalk – discotalk – dirtytalk

Hey lange nicht mehr gesehen – wie geht’s – gut und dir – ja auch, muß ja – und, treibst denn so – du alles cool, wie gesagt – macht die musik – ja, läuft, hörst du ja – schon meinen neuen track gehört – ne laß mal hören – hast nen mp3 stick hier – kennst du die neue scheibe vom ding – nee aber krieg ich noch – wo kommt er denn her – war grad im dings– und wie wars – du ganz ok – aber die üblichen gesichter – war jemand bekanntes – ne nur die, die du auch kennst – und weiter – nix weiter – spielst du denn grade noch im proletenclub – nee schon lange nicht mehr – und wo jetzt – du hier und da und in der ganzen welt – verstehe – geht’s grad ab bei dir – ja bin ziemlich unterwegs – apropo unterwegs – also wenn du jetzt das meinst – nee bin da schon lange weg davon – schade wollte heute mal richtig gas geben – kann ich dir leider nicht weiterhelfen – hast keinen wachmacher hier – nee aber geh doch mal ins starbucks, sollen nen guten kaffee haben da – haha sehr witzig – was macht denn der ding so – du keine ahnung, hab den das letzte mal auf der weihnachtsfeier gesehen – war ziemlich besoffen und alles andere auch – jaa der gibt’s sich’s zur zeit auch hart – im endeffekt doch alle oder – na ja so kann man das nicht sagen – sag mal kommst du noch mit ins dings – nee da geh ich einmal im jahr hin, und das war erst letzte woche – außerdem muß ich heim, mein spatzl wartet auf mich – schade, ich glaub da geht noch was – meinst – ja also dann auf, hier isses ja eh nicht so toll – wenn das mit dem rauchen nicht wäre – du da is jetzt auch raucherclub – ne, oder – doch, wenn ich dir’s sage – das macht doch jetzt auch jeder – na besser als rausgehen und vor der tür qualmen – find ich auch – aber irgendwann raucht doch eh jeder im club – kontrolliert doch keiner mehr ab nem gewissen pegel – ja wenn der chef auch schon rauchend im club rumläuft – hehe echt – also los – sonst kommen wir hier nie weg – außerdem hab ich meine ex grad hier rumfallen sehen – das muß nicht sein das wir die noch sehen – oh jetzt kommt der typ von der achso tollen dingsbar – also ich hab ja keinen bock auf den – wieso – der textet mich immer so zu – ach jetzt hör auf – sprechsalz – ne der is so – ja es gibt leute die nerven einfach – ja find ich auch – und dann kommt man nicht mehr los – ich muß jetzt hier weg – hey ich hol nur schnell meine jacke – ich warte unten vorm taxi – yo, bis gleich – und wartest schon lange – ne passt schon, 3 zigaretten – ok, ich hab noch den ding getroffen, musste kurz nummern tauschen, und außerdem stehen die da an – wo – toilette – furchtbar oder – also das nächste mal piss ich denen in die bar – hehe, wollen wir los – du ich bin schon ziemlich durch und ich glaub ich fahr heim – du spinnst doch – nee echt, man muß wissen wann schluß is – komm jetzt, das wird lustig da – nee echt, ich hab schon ziemlich getankt und ich will nur noch heim ins bett – du bist mir ja so einer – komm jetzt und steig mit ein – nee ehrlich, ich fahr heim – na ich kann dich ja nicht zwingen – ja fahr dahin und grüß mir alle, ich weiß eh wie das wieder endet – hast ja recht, aber vorwärts immer rückwärts nimmer – war das von goethe – ne von honnecker – ja und jetzt ab – fahr du heim – ich zieh weiter – viel spaß und hat mich gefreut – ja mich auch – bis demnächst – ja man sieht sich – immer zweimal – hallo taxi – bitte in die dingsstraße 11 – was für ein arschloch -

Das Wort zum Wochenende, feat. Alex Sasse

Die Geschichte von der größten Stehparty der Stadt und den besten Münchner Djs.Donnerstag. Scheinbar ein Tag wie jeder Andere. Ich bin schon wieder spät dran.

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Pink im Apartment11 – Der Sasse Alex

Shit, wo ist jetzt mein Autoschlüssel. Ach ja. Den Kater noch füttern. Dann aber los. Die warten schon auf mich. Das gibt wieder nen Anschiss… Schnell ins Pacha. Aber bloß nicht geblitzt werden. Hab schon genug Punkte. Zum Glück ein freier Parkplatz direkt vor der Hütte. Schnell noch Gästeliste abgeben, dann Vollgas. Die üblichen Wahnsinnigen fahren sich zum Glück noch den dritten Teller von diesem hochwertigen Buffet rein. Hätt ich mir gar nicht so den Stress machen müssen!

21 Uhr. Die Party geht los, die ersten Gäste tanzen. Es wird immer voller. Zeitgleich macht das 089 auf. Ein Sog entsteht. Die hälfte der Gäste rennt rüber (es sei dazu gesagt, dass Donnerstags Pacha und 089 Bar miteinander verbunden sind).

Zwei Stunden später seile ich mich kurz zu einem kleinen Spionageakt ins 089 ab. Da stehen sie alle….. wie die Hühnchen auf der Stange. Keiner bewegt sich. Geht ja auch nicht…. kein Platz!! Der Dj geht ab!! Tanzt zu Loverboy`s Turn me lose, wirft die Hände in die Höhe zu Lionel Richie`s Dancing on the ceiling, singt lautstark mit zu Weilst a Herz hast wie a Bergwerk von Reinhard Fendrich. Und macht den Kopfnicker zu………. die CD hängt, 30 Sekunden, 1 Minute….. Er hat versehentlich auf Pause gedrückt.

Er hört es aber nicht.

Er hat den Kopfhörer auf!!!!!

Das Wort zum Osterwochenende von Pfarrer Christian Schreiner

Zum heutigen Karfreitag hat uns mein Cousin, Pfarrer Christian Schreiner aus Kolbermoor, die ganz besondere Ehre erwiesen ein paar Gedanken zum Karfreitag und Tanzverbot aufzuschreiben. Vielen herzlichen Dank hierfür, insbesondere für die spontane Zusage!
Christian Schreiner

Karfreitag. Warum heißt der eigentlich so? Und was soll das eigentlich? Christus, für unsere Sünden gestorben. Das versteht doch kein Mensch.
„Kar“ – das kommt vom althochdeutschen „Chara“, das heißt Trauer. Also trauriger Freitag. Traurig schon allein, weil Clubs und Bars geschlossen bleiben. Tanzverbot, sagt man.
Für mich ist der Karfreitag schon wichtig. Klar, ich bin Pfarrer; aber nicht nur deshalb.
Ich finde es ja auch schön, dass am Sonntag immer die meisten Läden geschlossen sind. Ein Tag der Ruhe, der uns da geschenkt wird. Ich habe zwei Jahre in Kanada gelebt; da sind wir oft am Sonntag einkaufen gegangen. Das war praktisch – aber irgendwie auch schade. Meiner Frau, einer Kanadierin, tut es total gut, hier am Sonntag nicht einkaufen gehen zu können, sagt sie.
Aber zurück zum Karfreitag. Auch da finde ich es ganz heilsam, mal abends nicht weggehen zu können. Schon macht es das nächste Mal mehr Spaß. Dadurch bekommt das Weggehen doch auch wieder mehr Wertschätzung – wenn es zwischendurch mal nicht geht.
Und dann noch die Sache mit Christus. „Für unsere Sünden gestorben“ – das sagt mir eigentlich auch nichts. Aber sehr schön finde ich es zu wissen: Wie schlecht es mir auch gehen mag; so tief ich auch unten sein mag – Gott war schon da! Die tiefste Verzweiflung und Gottverlassenheit hat Jesus selber am Kreuz erlebt. Für mich ist das die größtmögliche Solidarität. Das tut gut.
Was auch immer passiert: Ich kann nicht tiefer fallen als immer nur in Gottes Hand.

Das Wort zum Wochenende entfällt

Das Wort zum Wochenende entfällt diesmal da eure Anti Kater Tipps alle nix getaugt haben und wir im Koma liegen. Sorry.

Das Wort zum Wochenende, feat. DK (a.D.)

Obwohl ich mich vor einiger Zeit aktiv aus dem DJ Business und
Nachtleben zurückgezogen habe und jetzt ein “langweiliges” Couch-
Potato, “Wer wird Millionär”-guckendes und unter dem Pantoffel
stehendes Leben führe, gebe auch ich mal eine kleine Anekdote zum
Besten.
david

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Das Wort zum Wochenende feat. DJ Real aka. Markus Winter

Neue Rubrik: Jeden Freitag schreiben an dieser Stelle DJs, Freunde und/oder sonst welche Typen das Wort zum Wochenende. Heute geht die Tastatur an DJ Real:

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Was geht mit euch?

 

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Das Wort zum Wochenende, feat. Simon Rose

Neue Rubrik: Jeden Freitag schreiben an dieser Stelle DJs, Freunde und/oder sonst welche Typen das Wort zum Wochenende. Heute geht die Tastatur an Simon Rose (Simon&Garbfunkel). Schönes Wochenende!witzigundkraus

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