Archiv der Kategorie: Disko & Theken

DJ Schwanzvergleich

Einen treffenderen Titel für das, was ich nun zu erläutern versuche, hätte ich kaum finden können. Und ich rede nicht vom physischen Schwanzvergleich (den ich mitm Jo allerdings trotzdem schon das eine oder andere Mal angetrunken hinterm DJ-Pult getätigt und verloren habe).

Die Rede ist von Tracks. Mukke, Sound, Songs, Remixe, geile Scheisse, Oberburner und Bretter. Also die Dinger, die ein Diskjockey abzuspielen pflegt. Songs, die – im Idealfalle – neu sind, frisch sind, einen sofort zum tanzen animieren und nichts als Bewunderung vor dem Sänger sowie Produzenten sowie DJ hervorzaubert. Solche Tracks meine ich.

Mangelware.

Es gibt viel Musik; mehr als man jemals hören kann. Aber es gibt nicht viele von diesen besonderen Songs. Diese absoluten Bretter, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen und die sonst keiner hat. Und jetzt bin ich genau an dem Punkt, an den ich hinwollte.

Früher – ich meine hier die Zeit vor den Seratos, Finalscratches und wie sie alles heißen – war die Sache an sich ganz einfach. Man geht in einen Plattenladen, lädt sich auf was die Arme tragen, hört sich alles an, holt sich Nachschub, hört weiter, holt wieder Nachschub usw… Jedenfalls passierte es hin und wieder, das da so eine richtige Perle mit dabei war. Alte Pressung, rare B-Seite, was auch immer. Ein Perle halt. Oder ein Teil, das die DJ Charts noch erobern würde, man war aber immerhin der erste der sie hatte.

Um es gleich zu sagen: Der liebe Jo und auch der Alex waren und sind mit diesem Talent (oder der Ausdauer) gesegnet, öfter solche Dinger im Case zu haben. Meinen tiefen Respekt. Auch heutzutage braucht man für das finden solcher Dinger Zeit und knowhow.

Zurück zu damals. Man steht also im Club, spielt die Nummer, alle flippen aus, und schon stehen 23 befreundete DJs – da schließe niemanden aus, Gott bewahre – sowie 15 weitere Deppen mit Notizblock bei einem und schreiben die Nummer ab. (Um die nächste 10 Tage verzweifelt damit zu verbringen, irgendwie auch an diese Scheibe zu gelangen. Besonders befriedigend ist das bei eigenen Remixes, weil gibt GIBTS halt einfach NICHT).

Prinzip verstanden? Gut. Heutzutage ist das alles etwas schnellebiger. Portale wie Beatport, DJSHOP usw. haben riesige Datenbanken und selbst in Filesharing Netzwerken bekommt man problemfrei die aktuellen Charts inkl aller Remixe in Sekunden. Aber eines ist gleich geblieben: Um an PERLEN zu gelangen, muss man einfach Zeit und Mühe inverstieren. Und ein guter Clubabend ist auch immer mehr als nur eine Aneinanderreihung von Songs, die man anderen Leuten „geklaut“ hat.

Gut, bei einer #15 in den Clubcharts kann man kaum von klauen reden. Aber da kommt der „Ich hatte die aber zuerst- Schwanzvergleich“. Naja, wers mag. Eine richtig gute Clubnummer kommt i.d.R. eh schnell in die Charts wo sie dann auch jeder spielt, weil sie auch von den Labels entsprechend gestreut und beworben werden. Aber – und jetzt komme ich dann auch mal zum Punkt – es ärgert einen dann schon, wenn man bei seiner Aufgabe vor dem Set, nämlich Nummern suchen die einen von den ganzen anderen DJs unterscheiden, mal ein paar wirklich nette Teile „ausgegraben“ hat und kaum das man sie spielt stecken einem die lieben Kollegen schon den USB Stick ins Laptop und kopieren die halbe Platte, wenn man gerade mal wegschaut (weil man gerade beim rauchen unterm DJPult hockt oder irgendwelchen DJ-Tussis in den Ausschnitt schaut).

Ich weiss schon was jetzt dann kommt: Kommentare von Jo und Air und weiteren, die eh den Satz „Das ist MEINE Nummer“ gepachtet haben. Zurecht, ich nehme mich ja nicht aus. Aber an die ganz speziellen Kollegen, die sich gerne mal Platten „ausleihen“ oder schnell komplette Playlists kopieren: Sucht Euch einen Job, der Euch Spaß macht.

Weil: jede gute Playlist und jeder Aufwand den man betreibt, um zu einer guten Tracksammlung zu kommen, erfordert Leidenschaft für Musik, Zeit für Recherche und Liebe zum Detail. Und wer die hat, der muss auch nicht kopieren. Amen.

Christian Ude in der Milchbar !!!

Wie’s auch immer zustande kam, jedenfalls war Christian Ude am Freitag in der Milchbar und hat mit meiner Wenigkeit ein paar Scheiben gedreht. Seine Einstiegsnummer war das Original von Mannfred Mann, das die dicken Disco Boys für Ihren Kirmeshit verwurstet haben. DJ Ude jedoch hat schon erkannt das diese Ole Ole Bravohits Grütze gar nicht mehr geht und hat das Publikum mit dem Original beglückt, welches ihm mit stehenden Ovationen dankte. Nach einer kurzen Ansprache, in der er sich an unsere geimensame DJ Vergangenheit (vor 5 Jahren waren wir schon mal zusammen in der Reithalle gebucht) erinnerte war er schon auf dem Weg zum nächsten Gig. So ist das als Superstar und hoffentlich auch noch längjähriger OB in München. Liebe Grüsse ins Rathaus, Jo Kraus.

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Milchbar Eröffnung: Resumee

Jetzt wäre auch das überstanden: Die Milchkantine ist tatsächlich umgezogen und hat auch tatsächlich wieder geöffnet. Es hat ja angeblich Leute gegeben, die daran gezweifelt haben sollen. Kaum vorstellbar eigentlich.

Jedenfalls war es am Freitag dann soweit und es wurde Eröffnung gefeiert, erst geschlossen mit geladenen Gästen und ab 23:30 wurde dann der „gemeine Pöbel“ (Zitat Florian F.) reingelassen.

Die neue Milchbar ist, kurz gesagt, schön geworden. Größer, verwinkelter, geile Anlage, fette Bar. Soviel zum

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Milchbar Eröffnung: Gästeliste.

Danke an alle fürs mitmachen, die Gewinner wurden bereits per email informiert. Wir sehen uns später.

milchundbar eröffnung

Es sind insgesamt 10 Plätze auf der Gästeliste zu vergeben; und Ihr gehört zu den ersten Gästen in den neuen Milchbar! Durch den Abend werdet Ihr von Jo Kraus, DJ Air und dann noch Jens Witzig in der Spätschicht geleitet.. mehr braucht man dazu wohl nicht sagen!

Wie Ihr gewinnt? Erzählt uns hier Euer verrücktestes Erlebnis aus 10 Jahren Milchbar – Freitag Mittag verlosen wir dann 5×2 Plätze auf der Gästeliste!

Also: Hier und jetzt beichten, gewinnen und Freitag dann dabei sein!

Prost! Jens & Jo.

Milchbar Umzug: Facts und Gossip

milli halt
Die heilige Halle zieht um. Nix neues, allerdings steht endlich mal etwas fest. Am 18.01.2001 ist die große Eröffnung der Milch&Bar III in der Sonnenstrasse. In der Location waren früher schon Clubs, die sind jetzt aber Woanders; möglicherweise in Palermo! (aaaaaarrrrgh tut mir leid, der MUSSTE einfach sein!)

Okay, wir verschonen Euch an dieser Stelle mit weiteren miesen Kalauern und kommen jetzt zu ein paar Fakten:

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Witzig und Kraus Clubtest: Cocoon (FFM)

Gestern hat es mich mal in die Nähe von Frankfurt verschlagen; eine gute Gelegenheit sich einmal das Cocoon anzuschauen.

Als LineUp stand nach einer kleinen Catwalk-Show Phil Fuldner auf dem Programm. Ich also nichts wie hin, in freudiger Erwartung auf den vielgelobten Clubtempel.

cocoon in ffm…
Ich sag noch: gebt denArchitekten keine Drogen.

Der ganze Abend fing schonmal sehr interessant an: Ich machte mich auf die suche nach dem Eingang für die Gästeliste…

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Goooossssssiiiiiiiiiiiiiiippppppp!!!

oh my gosh, Gossip ohne Ende!!

optimol
Optimolwerke – optimal abkacken.

So. Getreu dem Motto: „Was ihr nicht könnt, können wir noch viel weniger“, fährt der Wolfang „Wolle Nöthri“ N. wohl derzeit mit seinem Gabelstapler übers Gelände und macht zu, was eh nicht mehr zu retten ist. Höhö.

Es ist wohl so:

  • Ein Hipopladen zieht aus.
  • Der nächste Hiphopladen macht zu.
  • Ein Technoschuppen zieht in eine durch ausziehende Hiphopläden frei gewordene Location.
  • Ein anderer Laden expandiert in den frei gewordenen Technoschuppen.
  • Ein Rockschuppen bleibt wie er ist (Gottseidank)
  • und die Location eines weiteren ausziehenden Ladens wird auch irgendwie belegt werden (ich sag nur Saft..)

Wie gesagt… hab ich so gehört.

hehe