Waves Audio verklagt Tonstudios wegen illegaler Softwarenutzung

An sich war das ja klar, das sowas irgendwann mal passiert.

Erstmal den original Artikel hier lesen.

Ich kenne ja ganz ehrlich niemanden, der zu 100% legal erworbene Software nutzt. Ehrlich, niemanden. Doch gerade die Macher von sehr komplexer Software wie eben Audio- oder Videobearbeitungsprogrammen kämpfen seit JAHREN gegen Raubkopierei. Ich erinnere mich noch an die alten Parallel-Dongles von Cubase und Konsorten…

Damals ging es ratzfatz, das man mal eben 25 Zentimeter Kopierschutzstecker hinten an seinem Pentium 550mHz geschraubt hatte. Und seit ich mich erinnern kann, gab es eine Community an Hackern und Crackern, die den Musikinteressierten Laien mit Dongle-Emulatoren und gecrackten Softwareversionen versorgt hatten.

Und es gibt sie auch heute noch.

Sicher, professionelle Studiomusiker haben in der Regel Ihren Sequenzer, Ihre Softwaresynths und Ihre Sampling CDs gekauft. Man kann es absetzen und eben auch nachweisen, falls mal einer fragt. Und genau bei den im oben verlinkten Artikel New Yorker Tonstudios ist jetzt eben genau das passiert: Es hat jemand nachgefragt, und siehe da: Waves-software ohne Lizenz benutzt und in Produktionen verbraten. Und kurzerhand verklagt worden. Also die Politk der harten Hand, wie in der Musikindustrie seit Jahren praktiziert.

Meine Meinung: Zurecht. Ich arbeite seit Jahren mit Cubase, bin seit Anfang an in Besitz der Originalversionen und habe jedes große Update GERNE bezahlt. Da sitzen 100-köpfige Entwicklerteams, die jeden Tag an der Verbesserung solcher Programme arbeiten. Und dieses Produkt muss bezahlt werden; genau so wie jeder Fernseher im Saturn bezahlt werden muss. Wer ihn einfach mitnimmt, begeht Diebstahl. Wer schnell mal ein Programm bei Rapidshare runterlädt tut das auch, denkt aber „och ist ja nur Software“. Stimmt, ist Software. Aber eben nicht „NUR Software“.

Ich weiß, erhobener Zeigefinger und so. Und wer frei von Schuld ist der werfe den ersten Stein. Aber darum gehts mir nicht. Ganz einfach: Ich verdiene Geld damit, ich bin zu 100% auf diese Programme angewiesen (zumindest WILL ich es sein, was anderes kommt mit nicht ins Haus) und ich gebe auch gerne Geld für geile Software aus.

Ein Bekannter von mir hat ca. 600 kopierte Spiele für seine „gechipte“ Nintendo Wii. Und wisst ihr was? Er spielt sie nicht einmal. „Die Spiele sind zu teuer“. Dann kauf Dir eben nur die Spiele, die es Dir auch wert sind.

Ich sach ja nur.
Und freue mich über Kommentare.

A4UExpo Party Recap

Ich tanze jetzt mal aus der Reihe der ganzen Onliner und schreibe meinen Recap zur A4U Expo aus meiner Sicht: nämlich als Mitverantwortlicher für die Breakout Party am 18.05.2010 auf der Galopprennbahn Riem.

Angefangen hat der ganze Spaß ja damit, das der unermüdliche Mediadonis die Meisterleistung vollbracht hat, die A4UExpo von Amsterdam nach München zu holen. Respekt schonmal dafür. Und immer wenn der Marcus seine Finger im Spiel hat, wird für die Partys der Philip beauftragt, der wiederum mich zu Hilfe gebeten hat -> Teambuilding par Excellence.

Die  Aufgabenstellung war einfach: Mach aus einer gewöhnlichen Party für einen Fachkongress ein geiles Event. (Wenn alle Aufträge so klar formuliert wären, hätte ich wahrscheinlich deutlich mehr Zeit).

Also an die Arbeit, und das geht nicht ohne eine klassische to-do-liste:

  1. Find a great location (machbar)
  2. Get the great location for the price of a shitty location (drohe mit Moskau Inkasso, dem Milchbar-Türsteherteam oder Jens Erlewein)
  3. Rent tons of light and sound (i love this part)
  4. Get a great Dj (Hallo, Jo Kraus halt. Ich selber hatte ja keine Zeit) (hihi)
  5. Buy tons of drinks (Zitat Philip im Gespräch mit dem Lieferanten: „Hallo?! Ich zahle quasi eure Miete, also runter mit den Preisen oder ich brau das Zeug selber“)
  6. Mix all together and let the Party begin!

Nach unzähligen Verhandlungen war das Konzeot fertig, der Kunde sofort überzeugt und schon ging es an den Aufbau. Ein kurzer Auszug aus meinem Tagebuch:

Montag

  • 09:00 – Ankunft an der Location. Habe keinen Schlüssel, keiner ist da und die Halle ist vollgestopft mit Möbeln einer türkischen Hochzeit. Erstmal eine rauchen.
  • 10:00 – Techniker mit LKWs angekommen. Immer noch kein Schlüssel, Halle immer noch voll. Gemeinsames rauchen.
  • 12:00 – Gerade erfahren, das wir ab 14 Uhr reinkönnen. Türkischer Hochzeitsveranstalter hat uns vergessen. Techniker gehen Essen, hoffentlich denken sie an meine Zigaretten.
  • 14:00 – Halle ist offen. Und voll. Von Abbau kann keine Rede sein.
  • 14:15 – Hochzeitsveranstalter sagt, er ist ein 2 Stunden raus. Also schonmal die LKWs ausladen.
  • 18:15 – Die Hälfte der türkischen Möbel sind raus, dafür steht schonmal unsere Empore. Zweite Schachtel aufgemacht; Aspirin vergessen, shit.
  • 19:00 – 180 Liter Saft im Lidl gekauft. Verkäuferin hat etwas blöd geschaut als ich was von wegen „schlimmer Durst“ erzählt habe.
  • 19:15 – Notiz an mich: Ein Ford Taunus fasst jede Menge Saft; die Stoßdämpfer aber nicht.
  • 22:00 – Philip wieder im Vice bei der ersten Party, Bühne steht so halb, Anlieferung von 320 LED-Kacheln. Getränkelieferung wäre mir lieber (Bierjieper)
  • 23:55 – LED Wand hängt, funzt aber nicht. Nachdem ich den Schlüssel habe, muss ich warten bis alles geht
  • 04:25 – LED Wand geht, Lunge kapituliert. Ab ins Bett.

Dienstag-Mittwoch

  • 06:25 – Hurra, immerhin der Wecker funktioniert. Ab in die Halle, Lieferung kommt um 8.
  • 11:30 – Erste Lieferung ist da. Schlägertrupp zum  Lieferanten geschickt.
  • 12:00 – Licht geht, Ton geht, Ware da, Möbel da. Ab, Bars bestücken (klingt schön, bedeutet aber Kisten schleppen und Kühlschränke einräumen)
  • 16:00 – Eis holen, vorher duschen
  • 17:00 – Irgendwie will keiner was von einer Eisbestellung wissen; nichtmal der Schlüssel für den Kühlraum finden die Penner. Mit Erlewein gedroht, Eis doch noch bekommen
  • 19:00 – Personal ist da, Kunde auch, kann also losgehen
  • 20:00 – Start
  • 22:00 – Unfassbar: tanzende Onliner! Jo rockt
  • 24:00 – Alle zufrieden, schauen eh nur alle auf die fette LED Wand und staunen
  • 02:00 – Verdienter Schampus
  • 04:00 – Immer noch Party, Kunde schon wieder weg, Veranstalterduo spielt Schnickschnackschnuck mit Vodka
  • 04:35 – Stein, Schere, Papier, verloren (15x) Schubidu.
  • 06:30 – Philip lallt, er könne schon noch fahren. Schlüssel konfisziert.
  • 06:45 – heim, geputzt wird morgen
  • 12:00 – Halle besichtigt. Wo ist der Strick?
  • 18:00 – Endlich Couch. Alle happy, Philip und ich tot.
  • 20:00 – 089Bar (auf ein Bier)
  • 23:55 – Feedback gut, vierter Vodka Lemon schmeckt wieder

Kurz zusammengefasst: Hat Spaß gemacht, den werten Kongressteilnehmern denke ich auch! Bis nächstes Jahr dann, ich leg mich wieder hin.

Andere Recaps:

-> A4U Munich Recap: It was good, very good! by Markus
-> No Facts, just Opinions | a4u recap by Namewise
-> A4U Munich Rocked by Andreas of sunlab
-> A4U Expo 2010 Recap by Dzikitschikkkki
-> ABBA und die 40 Säufer by Perlewein

…and a plethora of pictures and (mostly german) statements on Karsten´s blog

Roland TB303 Bassline Doku

Eine wunderbare Doku über die Roland TB303, deen Synthesizer, der einst als „Gitarrensimulator“ erbaut war und eher unfreiwillig den Sound einer ganzen Generation prägte.

Zwischenzeitlich immer wieder mal aus der Mode gewesen, ist die 303 ein absoluter Synthie-Klassiker und wird in einem Satz mit anderen Dinosauriern wie Jupiter8 und Moog Prodigy genannt.

Hier nun also eine wirklich sehenswerte 20minütige Doku über den Synth, den ich ja immer noch gerne mal hätte: