Undercover im Oktober 2013

Oktober ist’s, und die Wiesn fast vorbei. Die Inselaffen sind wieder zurück auf der Insel,

die Kiwis essen wieder Kiwis aber zum Glück Zuhause. Der nervige Ami ist auch wieder auf seinem Kontinent der, Gott sei Dank, mehrere tausend Kilometer weit entfernt liegt. Unser geliebter Trachtenmogul Angermaier ist dank Wiesnkostümierungszwang wieder einmal um einige Hunderttausend Euro reicher und die Straßenkehrer haben statt Kotze und besoffener Amis nun auch wieder normalen Müll zu kehren. Die Clubs sind aufgrund des Wiesngeldverbrennugseffektes halb leer und irgendwie ist jeder krank. Klar, da kommen Virenstämme auf unsere Germanenstämme zu, denen wir nicht gewachsen sind und sie nicht mal aussprechen können. Und während die Wiesnwirte noch unser Geld zählen fragen wir uns ob es das dieses Mal wirklich wert war.

Hätten wir uns dieses Jahr vielleicht statt mit den Bierpreisen lieber mit der Bundestagswahl beschäftigen sollen? Hätten wir statt in die Geisterbahn zu gehen lieber mal die CSU abwählen sollen? Hätten wir anstatt des 10en Hendls mal lieber ein politisch korrektes Sojaschnitzel essen sollen? (Stichwort veganer Tag)? Hätten wir, statt uns mit Autoscooterproleten zu prügeln, vielleicht auch die andere Wange hinhalten sollen? Ist es traditionell, wenn die Schlachthofbronx auf der „Oiden Wiesn“ auflegt? Sind schwarze Löcher nur eine Erfindung von Zukunftsromanliteraten?

 

Wer kann das schon sagen? Wir können es. Die Antwort lautet NEIN.

 

Schwarze Löcher gibt es nämlich wirklich und bei den anderen Fragen sind wir uns nicht sicher. Übrigens: die Leser, welche bei dem Begriff „schwarzes Loch“ gelacht haben, haben bestimmt auch damals in der Schule schon gelacht als es hieß: „…und der Ritter zog sein Schwert aus der Scheide“.

Aber mei, ein Depp ist ein Depp. Nach sieben Maß immer noch ein Depp und nüchtern eh ein Volldepp.

Naja, wir haben das Thema Wahl zwar schon angeschnitten, aber da wir eine Nachtleben-Kolumne schreiben überlassen wir das eigentlich lieber den Kollegen der Politikjournaille, die davon wesentlich mehr Ahnung haben. Wir erwarten ja auch nicht dass Ulrich Deppendorf (ja, der heißt so) einen ZDF Beitrag über Dubstep moderiert. Oder das Anne Will (ja die heißt so) darüber diskutiert, ob EDM der Tod der Clubmusik ist und warum der moderne Deep House immer langsamer wird. So etwas wie ein Nachruf auf Marcel Reich Ranicki verbittet sich für uns Boulevardnightlife-Cretins sowieso. Der gute Mann würde im Grab rotieren falls er eine unserer Kolumnen zu lesen bekäme.

 

Bleibt also nur unser Kerngeschäft Nachtlebengossip.

 

Da hat München immer wieder Überraschungen parat. Während ein schon totgesagter Laden wie „Jakob Hase“ (Name wurde von den Redaktion geändert und durch ein Pseudonym ersetzt) nach anfänglicher Schwäche richtig durchstartet, macht derzeit ein durchaus partyerprobtes und riesiges Diskothekengemäuer im Münchner Osten – Stichwort Knödelfabrik – auf seine alten Tage noch mal so richtig Schlagzeilen. Erst wird Insolvenz angemeldet, dann wird ein internationaler Superstar DJ gebucht und fett beworben und schließlich weiß wieder keiner was denn nun Sache ist. (Die Ausnahme hiervon ist der geschätzte Leser dieses Magazins, hier steht das nämlich drin. Aber Hand aufs Herz, wir können gar nicht lesen und wissen es daher auch nicht so genau.) Aus Hinz und Kunz (Name wurde von der Redaktion geändert und durch ein Pseudonym ersetzt) wird Chamäleon (dieser Name wurde ebenfalls ersetzt). Die selben Betreiber aber alles neu, selber Laden aber alles neu, aber gaaaanz anders als vorher und alles neu. Und was mit der Klangwelt ist weiß mittlerweile keiner mehr so genau. Uns kommt´s so vor, als wäre die Großbaustelle zuerst in 25 Splitterclubs aufgeteilt worden und für jede in München mit mindestens 25 Bewohnern vorhandene Nationalität ein separater Club eröffnet worden. Und dann hatte das „Istanbul“ Stress mit den Jungs vom „Bagdad“; und schließlich sind die Jungs vom „Bukarest“ ins „Budapest“ reingelaufen und haben den Laden zerlegt, weil die Veranstalter wohl heimlich im „Warschau“ eine Hiphop Party gemacht haben, und Hiphop läuft in dieser Stadt nur in ausgewählten Läden, oida.

 

Dabei gibt es in unserer schönen Stadt doch eigentlich keinen Grund zum streiten! Schaut euch doch einfach das Willenlos an: wenn einfach alle potentiellen Gäste einer Altergruppe an einem bestimmten Wochentag in die gleiche Diskothek gehen („weil da ist es so schön voll“), dann machen einfach alle anderen Läden in der direkten Nachbarschaft heimlich auch auf und sammeln die Reste ein. Win-win-win Situation; sogar für die an der sowieso schon sehr kulanten Tür abgewiesenen Nachtschwärmer: in dieser Stadt gibt´s auch für die letzten Gäste noch einen dankbaren Wirt. Und außerdem haben wir ja immer noch ein paar „Tür-auf-alle-rein-Tür-zu-Hallen“. Und auch größere Junggesellenabschiede mit

35 Mann in lustigen Kostümen werden noch nicht in allen Biergärten abgewiesen. Und ist die Wiesn eigentlich auch nichts anderes als ein JGA mit 25.000.000 Gästen und Kostümpflicht?

 

Aber es gibt noch immer eine unverrückbare Konstante: Witzig & Kraus sind immer noch die besten DJs und Kolumnisten des Universums und jedes seiner Parelleluniversen, falls es solche geben sollte. Global aktiv, interaktiv und zuweilen extrem fahrlässig. Immer auf der Hut die Klippe des guten Geschmacks zu umsegeln um schließlich wieder in den Heimathafen des Irrsinns einzulaufen.

 

 

Falls euch diese Kolumne etwas wirr vorkommt denkt euch nichts, uns auch. Wiesnbier macht blöd.

 

In diesem Sinne,

 

Jens und Jo

Undercover im März

Kolumne März 2013

Also März ist echt ein saublöder Monat. Der Frühling steht vor der Tür, aber eben nur davor und kommt nicht rein. Wir sind zwar extrem geile Typen, aber dennoch keine Propheten und deshalb wissen wir auch nicht genau wie das Wetter im März sein wird. Erfahrungsgemäß wohl eher beschissen. Und was macht man denn schon während eines so halb angetäuschten Frühlings? Man geht abends in einen der gefühlten 3 Millionen Clubs in München, von denen in 2,99 Millionen gerade „Follow Rivers“ läuft und säuft. Das reimt sich und schon der Pumuckl lehrte uns „was sich reimt ist gut“. Jetzt kommt bestimmt die VG-Wort und will Tantiemen für die gute alte Ellis Kaut eintreiben. Obwohl, so unverschämt sind nur die Gema-Geier. Aber über den Verein haben wir in der Vergangenheit ja zur Genüge gelästert und deswegen: and now for something completely different.
Kennt das eigentlich noch einer von euch jungen smartphonefacebookipadverseuchten Saukrüppeln?
Ne, dann googlelt es mal schön mit euren smartphones oder fragt einen eurer 5.000000 Facebook-Freunde.
Über die Jugend von heute zu lästern macht zwar Spaß ist aber nicht sehr ergiebig und deswegen kommen wir zu unserer Kernkompetenz. Ähm ja, was war die noch mal?
Nachtlebengossip oder? Ja.
Da haben wir für euch eine schöne Städtereise nach Köln unternommen und den Fasching getestet.
Und trotz unserer Abneigung gegen diesen ganzen Verkleidungsunsinn waren es 4 herlliche Tage an denen wir viel Spaß hatten. Verwundert stellten wir fest, dass auch Heteros in Köln leben und die Clubs echt was können. Nur mit dem Bier im Reagenzglas können wir uns einfach nicht anfreunden. Alle 2 Minuten ein neues Bier bestellen nervt. Also bestellt man diese Kränze die man nirgends abstellen kann und hat gleich wieder ein paar Freisäufer an der Backe. Also liebe Kölner Gastronomen: Halbe und Massen einführen, dann kommen auch mehr Bayern zu euch. Und liebe Bayern, fahrt nach Köln. So viele hilfsbereite Leute wie dort haben wir selten getroffen.
Vom Türsteher bis zum Taxifahrer waren alle echt nett. Natürlich gehört das grantige schon zu München aber a bisserl wenga dürfte es schon sein. Auch sind die Kölner sehr münchnerfreundlich.
Mag sein das die Zweitligazugehörigkeit des 1. FC Köln dabei eine Rolle spielt. Die regelmäßigen Watschn die der FC Bayern den Erstligisten dieser Nation verteilt machen eben unbeliebt. Deshalb unser Geheimtipp für Städtereien in Deutschland: Zweit und Drittligisten- Städte sind zu bevorzugen.
Oder man gibt den Vollproll, lässt sich einen Vokuhila schneiden, kündigt seinen Job, benimmt sich wie ein Bauer (sorry an alle Landwirte) und wird für einen 1860er gehalten.

Die dritte Variante wäre eine Auslandsstädereise nach Barcelona oder London. Aber auch da mögen sie die Münchner ja nicht immer unbedingt super gerne. Oder die Deutschen im Allgemeinen. Woran auch immer das liegt, wir verstehen es nicht. Uns Deutsche gibt es in den Augen unserer Nachbarländer ja in mehreren Aggergatszuständen: Entweder reich, oder arrogant, oder dauerbesoffen, oder häßlich, oder alles zusammen. Wir hingegen werden ja niemals müde, unsere Nachbarn immer in den Himmel zu loben.
Oh, ihr fleissigen Griechen! Ach, ihr Fußballgötter aus den Niederlanden. Heureka, ihr Alpingötter im Transitland zum wunderbaren Italien! Wie gerne wären wir doch wie ihr! Immer ein offenes Ohr für den stets devoten Teutonen aus der Gegend zwischen Benelux und Balkan.
Und was wir nicht alles tun, um es uns schön international einuzurichten; allein schon bezogen auf unseren Berufszweig Nachtleben: La Notte Italiana! French House! Salsapartys! Supoerbowl Public Viewing! Bulgarenpartys! Russendisko! Der Wahnsinn, bei uns gibts alles! Und jetzt kommts: Was macht der Münchner?

Der Münchner rennt dann doch wieder schimpfend durchs Glockenbachviertel und moniert die fehlende Vielfalt und die Gentrifizierung. Meckernd geht er nach 10 Monaten auskotzen über die Touristenmassen trotzdem auf´d Wiesn und benimmt sich als „waschechter Münchner“ in waschechter Tracht aus waschechten Touriläden wie die Axt im Walde. Und nach der Wiesn wird wieder beteuert es sei ihm alles viel zu viel. Und wie immer gockelt er dann den Rest der Jahres doch wieder nur in den gleichen Läden rum; obwohl die Leute immer jünger, die Musik immer gleicher und alles irgendwie doof ist. Trotzdem findet er München und seine Attraktionen immer noch super.

Hauptsache nicht Berlin, ist klar. München, unser Millionendorf, jaja.
Wie auch immer, Kölle ist super.

DJ Equipment, oder: Wie die Industrie das Deejaying veränderte

MP3s verdrängen die Vinyl Industrie, ein Traktor gehört aufs Feld und generell war doch früher sowieso alles besser. Alles schon gehört, alles alte Kamellen. Der Kern dieser Phrasen jedoch ist nicht weit hergeholt. Der DJ von früher kam wochenlang nicht aus seinem Zimmer, übte und mixte bis die Plattenteller rauchten und verbrachte ganze Tage in Plattenläden. Doch die Zeiten, als ein DJ Setup aus einem Mixer, zwei Plattenspielern und unter Umständen noch einem Paar DJ CD Playern bestand, scheinen länger her als ein Erfolg von Axel Schulz. Tatsächlich hat sich die Welt der DJs in den letzten Jahren massiv verändert, und das nicht durch den Klimawandel. Jeder DJ braucht sein entsprechendes DJ Equipment und mit diesem verhält es sich wie mit allen anderen Waren auch. Kostet eine Rolex auf einmal nicht mehr als 100 Euro, dann ist auch jemand mit einer Rolex nicht mehr besonders. -Sollte er das je gewesen sein.

Die digitale Revolution auf dem DJ Markt ging Hand in Hand mit einem Werteverfall innerhalb der Szene. Gab es vor einigen Jahren noch 5% DJs und 95% Publikum, sind heute alleine im Publikum gefühlte 50% ”DJs” vertreten, die sich aufgrund des Besitzes einer DJ Software und dazugehörigem Controller auch stolz als solche Bezeichnen. Aber ganz von vorne.

Rane und Serato machten den Anfang, als man mit Serato Scratch Live und den dazugehörigen Interfaces von Rane ein digitales Vinyl System vorstellte, das Wellen schlagen sollte wie ein Tsunami. Platten schleppen gehörte auf einmal der Vergangenheit an, man benötigte nur noch einen Laptop, das Interface und Timecode Vinyls. Timecode Vinyls sind dabei sozusagen die moralische Versicherung. Man spielt im Grunde digital; effektiv verhält sich aber alles so als spiele man immer noch mit “echtem” Vinyl. Soweit, so gut. Die eigentliche Kritik der alteingesessenen Vinyl-Heads, die gefühlt immer noch mit Walkman statt MP3-Player in der U-Bahn sitzen, fängt woanders an.

Im Windschatten des Siegeszuges der digitalen Vinyl Systeme wie Serato, Traktor oder Spin fing die Industrie an, auf DJ Softwares ausgelegte Controller auf den Markt zu werfen. Diese Controller machen (laut den bereits erwähnten Pastafari-Vinylheads) sowohl Mixer, als auch Plattenspieler, CD-Player, Timecode Vinyls und CDs, Übung und Integrität überflüssig, weil sie dem User fast alle Arbeit abnehmen können, die da wäre. Gleichzeitig handelt es sich dabei um eine Anzahl günstig zu habender Controller, die sich vielleicht noch an den Händen einer nordkoreanischen Militärparade abzählen lässt. Sicherlich ist nichts falsch daran, für günstige Preise Software Controller zu verkaufen und zu kaufen, allerdings sollte sich der User doch vielleicht immer noch die Arbeit machen, sich gewisse Fundamentals des Deejayings anzueignen. Man würde den Burgerbrater seines Vertrauens auch nicht mit einem Kugelfisch in der Küche alleine lassen. Oder wie ein befreundeter DJ mir einst sagte: “Mach es wie du willst, aber mach es richtig”.

Die letzte Party der Welt!

Die letzte Party der Welt

Am 21.12.2012 geht die Welt unter – da feiern wir rein!20.12.2012 ist das Datum, um ein letztes Mal ordentlich auf die Kacke zu hauen. Denn im Gegensatz zu den meisten angeblichen Partys zum Ende der Welt haben wir berücksichtigt, dass nicht klar ist, um wie viel Uhr das Ende naht. Blöd wäre es, wenn die Menschheit bereits am 21.12. um 11 Uhr Geschichte wäre, die Veranstaltung aber erst um 22 Uhr anfängt. Ein Epic Fail zum Schluß? Nicht mit uns.

Wir blasen Euch den (Trauer-)Marsch

Schwingt Euch also am Donnerstag in Euer “letztes Hemd” und macht Euch auf den Weg an einen sicheren Ort. Der 8 Below Schutzbunker erwartet Euch. Wir übertragen auf den Monitoren im Club das Ende der Welt. 5 Meter unter der Erde feiern wir da schon mal rein, bis es auch uns erwischt. Und seid sicher es wird Euer Untergang, so oder so!
Denn es erwartet Euch an den Plattentellern die Geißel der Menschheit aka Witzig & Kraus, die mit den himmlischen Heerscharen um die Wette schmettern werden. Ob dagegen das gratis Begrüßungs-Weihwasser hilft wissen wir auch nicht, aber als Welcome-Special bekommt Ihr noch allerlei unnützes Zeug mit dem sogar MacGevyer Probleme hätte das Ende der Welt abzuwenden.

Morgen ist der letzte Tag

Weil es ja unvermeidlich ist, haben wir aber vorgesorgt. In unserem Beichtsstuhl findet Ihr vielleicht Erlösung und Vergebung. – Wer mit dem Beichten nicht mehr hinterherkommt, weil er soviel auf dem Kerbholz hat, dass es sowieso länger als einen Tag dauern würde, der darf ordentlich weitersündigen. Unser Jägermeisterbrunnen und Münchens unanständigstes Partyvolk bietet dazu ausreichend Gelegenheit.
Weil es sowieso egal ist hauen wir noch jede Menge Glühwein raus, weil das Zeug muss eh weg.

Anlage-Beratung von der Mach Dein Testament AG

Wenn Ihr genauso fest an die Apokalypse glaubt wie wir und die Herren von den Mayas, dann haben wir noch ein Extra-Endzeit-Zuckerl. Gebt einfach am Eingang die Police Eurer Lebensversicherung ab und der Eintritt reduziert sich auf null Euro. – Im Jenseits braucht Ihr den Wisch eh nicht mehr… Oder glaubt Ihr ernsthaft, dass Ihr in der Hölle was mit reißen könnt? Das Höllenfeuer muss nicht angefächelt werden…
Wer clever ist, spart sich auch gleich die Ausgaben für die Weihnachtsgeschenke. Da am 21.12. sowieso Schluß ist, kann man stattdessen noch mal ordentlich Gas geben. Zum Beispiel mit unseren Getränkespecials zum Jüngsten Gericht.

Die letzte Party der Welt
2012-2012
@ 8below

Booking:
Die Geißel der Menschheit aka Witzig & Kraus
Specials:
• Begrüßungsweihwasser + Welcomebundle
• Jägermeisterbrunnen for free
• Beichtstuhl
• Freier Eintritt gegen Lebensversicherung
• Weltuntergangsübertragung an den TVs
• Getränke-Specials zum jüngsten Gericht
• Morbide Deko

Spanische Veranstalter verbannen Traktor DJs von Events

Einen spanische Event/Promotionagentur namens WIP mit Sitz in Barcelona, die hauptsächlich Events veranstaltet und Künstler verbucht, hat kürzlich ein markantes Statement auf Facebook veröffentlicht (und mittlerweile wieder gelöscht), in dem sie verlautbarten, dass sie in Zukunft die Benutzung Native Instruments Traktor auf ihren Events verbieten.

In ihrem Statement bemängeln sie nicht die Technologie der Software, sondern bezeichnen ihre Künstler und DJs als Blender und Faulpelze. Hier das Statement im Wortlaut:

“The real issue is with “artists” who swear they can play any format be it CD, vinyl, usb and or Traktor but whose Traktor sets are nothing but stale, bland and outright insulting to a paying crowd and promoter.

We’ve  also grown tired of the endless issues with missing cables, problems with timecode (learn how to use your gear before you play out), taking up the previous Dj’s time to set up your gear (cause you didn’t want to come to the club early and set up your Traktor), how is it you play 5 times a week and still don’t know how to set it up right?

And, more importantly we’re fed up with the general laziness shown by 99% of “artists” that we’ve seen and heard playing Traktor.”

 

Es gibt natürlich keinen Zweifel daran, dass sich das DJing an sich durch den Zuwachs aus ausgefeilter Technologie stark verändert hat und es damit auch leichter geworden ist, als DJ einen Abend auch mal “gemächlicher” angehen zu lassen. Trotzdem ist es nicht richtig, mit dem Finger auf Native Instruments zu zeigen und alle DJs, die sich dieser oder ähnlicher Technologie bedienen als unfähig und faul zu bezeichnen. Weiterhin braucht man kein Traktor oder Serato, um ein schlechter DJ zu sein. Vielmehr können motivierte und fähige DJs mit diesen tollen Tools ihre Sets unglaublich bereichern.

Natürlich brodelt auch gleich wieder die alte SYNC-Button Diskussion auf; aber auch hier ändert sich an einem Fakt nichts: Es geht beim DJing um Entertainment und vor allem um die Musik, die aus den Boxen kommt. Gerade für Profi DJs ist die Möglichkeit mit CDs, Laptops und USB Sticks zu spielen ein Segen. Und alle CDJ-Nazis mit eingelegtem USB Stick bedienen ebenfalls nichts weiter als einen DJ Controller mit CD Slot. Ich freue mich schon, wenn die neuesten Generation Clubstandard wird und dann endlich jeder Player einen SNYC Button hat. Sicherlich ist es von Vorteil, wenn man das DJing erstmal mit Vinyl lernt…. separiert Hören, Beatmatching, etc… aber dennoch möchten zumindest wir auf den Einsatz moderner DJ Software und Controller nicht mehr verzichten. Genauso wenig möchte ich in Zukunft auf Servolenkung, elektrische Fensterheber und TV-Fernbedienung verzichten. Obwohl es auch ohne ginge.

Der Einsatz von DJ Software ist sicherlich nicht jedermanns Sache; aber wenn eine Agentur mit solcher Haudraufpolemik seine zukünftige Bookingpoliciy kundtut, dann sollte man sich schon fragen was für Pfeifen sie ihren Kunden und Gästen in der Vergangenheit als DJs angetan hat. Da spricht weder die Vergangenheit noch die Gegenwart für eben diese Agentur.

Undercover November 2012

Stadtteile, Teil 1

Heute beschäftigen wir uns mal mit Münchner Stadtteilen und deren Eigenheiten; zumindest aus unserer Sicht.


Eine kurze Zusammenfassung der Stadtteile, die wir in den letzten Jahren bewohnt haben: Nordschwabing, Haidhausen, Altstadt, Au, Johanneskirchen, Haidhausen, Haidhausen, Haidhausen. Wie man sieht, hat sich das ganze zum Schluss hin sehr auf Haidhausen konzentriert. Warum? Das kann man unter anderem in der Oktoberausgabe der UNDERCOVER nachlesen; aber gerne auch nochmal zur Erklärung: Weil es sich hier echt gut leben lässt. Die Entfernung zu unseren Arbeitsplätzen hat sich im Zuge der Innenstadtbewegung einiger Clubs so gut wie nicht geändert; die Struktur der Bewohner ebenfalls nicht. Nach wie vor wimmelt es in Haidhausen von militanten Kinderwagenmuttis, die einen instantly verfluchen, wenn man nicht 50 Meter bevor man ihnen begegnet, die Straßenseite wechselt, weil sie sonst ja nicht mehr zu dritt nebeneinander flanieren können. Wenn man es wagt, in einem Café die direkt hinter der Eingangstüre platzierte Sperre aus Bugaboos und Retrokinderwagen zu passieren, erntet man ebenfalls hasserfüllte Blicke. Never mess with the Muttertier. Trotzdem ist Haidhausen mit seinen vielen Sportwettenbüros immer noch ein angenehmer Stadtteil.

Schaut euch Giesing an: Nachdem die Bagger das Puerto Giesing abgerissen und die Stadt unseren Trafokeller illegalisiert hat, ist Giesing wieder nur noch, was es an sich schon immer war: ein blaues Moloch. Da hilft auch die Nähe zur Au nichts.
Au? Ja, der Stadtteil mit der Isar. Da, wo man nicht grillen darf und es in Anbetracht der Scherben auch nicht wirklich will. Woher kommen die Scherben? Na klar, von der Hipsterfront aus dem Glockenbachviertel.
Die brauchen ja auch mal eine Auszeit von den Anti-Gentrifizierungs-Demos an der Glocke oder dem ständigen Widerkäuen des „Willkommen im Viertel, ihr Arschlöcher!“. Also ab auf´s Fixiebike, zum Kiosk an der Reichenbachbrücke. Szenegetränk gekauft und damit dann die an sich schön renaturierten Isarufer vollhipstern, vermüllen und damit uncharmant unattraktiv machen.
Aber bald ist rund um den Gärtnerplatz eh alles Berlin-Mitte und die Skinnyjeansträger hauen dann ab Richtung Maxvorstadt. Da ist es dann nicht weit zur Uni (irgendwas mit Medien); und auch die Dichte an Coffeeshops mit WIFI verspricht ein ungestörtes Arbeiten an „Projekten“.

Schwabing hingegen wird, anders als unser Kumpel Otger Holleschek seit Jahren gebetsmühlenartig wiederholt, nie wieder cool. Wirklich, nie. Glaubt uns. Einzig einige Lichtblicke wie das DeNiro vom Baier Flo oder die Hoffnung, dass bald alle Kinderwagenmuttis dorthin ziehen, lassen Schwabing irgendwie sympathisch wirken.

Weiter im Text mit der Altstadt. Wer einmal direkt am Hofbräuhaus gewohnt hat, weiß, wie es ist, gleichzeitig mitten in München und gar nicht in München zu sein. Das Gleiche kann man auch über Klein-Istanbul zwischen Sonnenstraße und Schwanthalerhöhe sagen. Morgens auf dem Weg zur Arbeit treffen Diskoleiche auf Burka und Rucksacktouri auf Dönerladen. Mittags steht der Verkehr und Abends wird aus den ImportExport-Laden auf einmal eine Shishabar und aus dem Schuhladen der Eingang zur Milchbar.

Bei Lehel und Bogenhausen denken wir sofort an den Mietmarkt. Faszinierend, daß Bogenhausen in den Inseraten immer bis weit hinter die Allianzarena reicht. Und auch die letzte Bruchbude im Lehel ist irgendwie immer ein Loft mit „besonderem Ambiente“.
Doch es gibt etwas, das alle Stadtteile vereint: Keine Parkplätze. Und wenn doch, dann stehen da die einstelligen M-Kennzeichen und das ganze Gschwerl von außerhalb.

To be continued.
Bussibussi, Jens&Jo

5 Jahre Witzigundkraus.de

HURRA! 5 Jahre Witzigundkraus.de!

Seit nun einem halben Jahrzehnt lassen wir euch mit Witzigundkraus.de an unserem turbulenten, affigen, interessanten Leben teilhaben. Nach alledem seid ihr uns noch nicht leid? Die Besucherzahlen und die vielen, vielen Drohbriefe und Abmahnungen sprechen eine deutliche Sprache. WUK, wie wir unsere Seite auch liebevoll nennen, ist inzwischen so bekannt wie Angela Merkel, so investigativ wie Sherlock Holmes, so offen wie Polen und so beliebt wie rosarote Flecken auf den Genitalien.

Was aus einer Schnaps-, oder besser gesagt Vodka-Cola-Idee enstand, hat sich zu einem der bedeutensten Kultur-Blogs Europas gemausert… oder so ähnlich. Wie ihr seht, können wir selbst unsere eigene Geburtstagslobhudelei nicht ernst nehmen. Aber das ist sicher auch eines der Erfolgsrezepte unserer lieben WUK Seite: Wir nehmen alles und jeden und vor allem uns selbst gerne mal auf die Schippe und streuen hin und wieder ein Quäntchen Ernstgemeintes hinein.

Wer erinnert sich nicht an die Verbalschlacht mit DJ Pascha, die uns einen solchen Traffic bescherte, dass Jo sich gleich nen Porsche bestellt hat. Erst nachdem er dann von Jens unterrichtet wurde, dass der Megatraffic keine 75 Cent wert war, wurde die Bestellung storniert. Und heute haben wir uns alle wieder lieb.

Dank dieses Blogs bekamen wir erst eine eigene Radiosendung auf Gaga.fm und anschließend wurden wir Kolumnisten im Undercover Magazin. Der Chef Andreas Platz dachte wohl, die sind ganz schön blöd die zwei, aber auch ganz schön lustig. Und alles Grenzwertige, wozu die Redaktion selbst keine Eier hat zu schreiben, überlassen sie dem Duo infernale, dem nichts zu blöd ist und die selbst 2012 noch über Fingerziehfürze lachen können. In letzter Zeit ein wenig stiefmütterlich behandelt, geloben wir unser WUK Blog wieder zu alter Größe zu verhelfen und singen Happy Birthday witzigundkraus.de.

 

P.S.:

Liebe Gema(ffen):
Wir singen nicht die Version von Stevie Wonder sondern eine eigene, selbst komponierte und nicht bei euch im Katalog vorhandene Version.

 

Undercover im August

Wenn jemand von der Hand in den Mund lebt, ist er entweder DJ oder Zahnarzt. Dieses wunderbare Sprichwort passt beim Verfassen dieser Kolumne wie die Faust aufs Auge bzw. wie die Plombe in den Backenzahn. Während nämlich der Jo Kraus gerade einen Wochenurlaub beim Zahnarzt und Implantologen macht, um diesen wiederum mehrere Urlaube irgendwo auf den Seychellen zu finanzieren, sitze ich arme Sau gerade beim einzigen Sonnenstrahl im Juli an der Schreibmaschine um unsere seit Tagen überfällige Kolumne zu schreiben. Und so gerne ich auch mit der Chefredaktion telefoniere; langsam sollte ich dieses Blatt Papier nun auch mal mit infamen Beleidigungen und übler Nachrede füllen. Allein schon, damit die Rechtsabteilung im Verlagshaus an der Bayerstrasse immer was zu tun hat und uns wieder die Hälte aller Pointen wegzensieren kann. Stellt Euch also den nachfolgenden Text um 90% lustiger vor.

 

Fangen wir also nochmal ganz oben an: DJs sind gerne mal pleite, und Zahnätze gerne mal nicht, weil sie sich von diesen ganzen Musikern und Nachtschwärmern ernähren. Wie das geht? Erst wurde einem als Kind der ganze Mund mit hässlichen Amalgamfüllungen im Kieferbereich verhunzt. Anschließend gibts in der Jugend ein paar fiese Sitzungen mit viel Bohren und Schmerzen, was dazu führt, das man bis in die frühen Dreißiger eine ausgewachsene Zahnarztphobie hat und immer die Straßenseite wechselt, wenn man an einer Zahnarztpraxis vorbeikommt. Ibuprofen macht eine schmerzfreie Lebenphase möglich. Und dann, so mit Mitte Dreißig, dann bröckeln die armen von Alkohol und Drogen geschundenen Musikerzähne derart auseinander, daß man nun doch schlussendlich seinen Gang nach Canossa zum Kerkermeister in Weiß geht. Und mit der darauf folgenden Mammutbehandlung kauft sich der Herr Doktor einen Porsche und wir armen Musiker nehmen ein paar Kredite auf, worüber sich dann auch noch die Finanzberater freuen. Quasi eine Win-Win-Win-Situation auf Kosten der sowieso schon vom Leben gebeutelten Musiker und Freigeister. Und wenn ihr in nächster Zeit dem Jo Kraus begegnet, dann erfreut euch an seiner vier Töne zu hellen Stefan-Raab-Kauleiste. Da sieht man wenigstens auch im dunklen Club wohin man schlagen muss, wenn er mit mir zusammen wieder ganz üble Musik spielt.

 

Nächstes Thema: Sommerloch. Während im Juli gleich ein ganzes Feuerwerk guter Events abgefeuert wurde (wir sagen nur Isarrauschen, Greenfields, Isle of Summer, 2 Jahre Hyper, Guetta, CSD, Cavos Sommerfest, P1 Sommerfest, etc.), scheint der August wieder in die alljährliche Sommerflaute zu verfallen. Sicher, hier und da gibts bestimmt ein nettes Event, an dem man sich wie im Juli bei Regen und 12° den Arsch abfrieren kann, aber irgendwie fällt im August die ganze Stadt immer in einen kollektiven Prä-Wiesn-Schönheitsschlaf. Etliche Baustellen legen den Verkehr lahm, etliche Idioten ruinieren die Isarufer mit Scherben und zurückgelassenen Einweggrills und die allermeisten sind irgendwo im Urlaub. Wo auch immer alle sind; in den Clubs sind sie jedenfalls nicht. Klar, da ist es auch meistens zu warm. Oder draußen zu kalt um rauszugehen. Weil wenn wir Münchner eines können, dann ist es über das Wetter zu meckern. Das klappt in anderen Städten irgendwie besser, das mit der Ausgehfreude auch bei widrigen Bedingungen. Gut, in vielen deutschen Großstädten gehste ja oft auch nur in den Club, weil der Rest der Stadt so scheiße ist. Welche Stadt wir da jetzt genau meinen, überlassen wir Eurer Phantasie. Nur soviel: Alle außer München.

 

Prost und bis bald im Wartezimmer!

Witzig und der Mann mit der dicken Backe.

holleschek+schlick feiern am 16. mai: blau machen vor himmelfahrt

blau. himmel. azur, kobalt, türkis, ultramarin, kornblumen, in münchen: weißblau. an himmelfahrt ausloten, was unter unserem himmel alles möglich ist. holleschek. schlick. am dj-pult jo kraus, biedermann+brandstifter. musik – alles, was gut ist. licht – das volle farbspektrum. fussgängerunterführung. zkmax maximilianstrasse ecke altstadtring mittwoch, 16. mai ab zehn uhr abends wir freun uns auf euch.

 

Alter Schwede!

Der Bursche kann mal einiges… nur ein paar Samples und ein paar geschickte Finger und los gehts!

Alles nur mot dem NOvation Launchpad und viel, viel Übung!

Checkt das Video,,, ultrakrass!

 

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